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Artikel getagged mit: Biomasse

[04.12.2016 | Kein Kommentar]

Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!

Am 21. Januar demonstrieren wir – Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen und kritische KonsumentInnen – zum siebten Mal gemeinsam für gesundes Essen, eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel. Im Jahr der Bundestagswahl wollen wir die Agrar- und Ernährungswende zum zentralen politischen Thema machen. Bist du dabei?

Demonstration: 21.01.2017 | 12 Uhr | Potsdamer Platz (Berlin)

Mehr unter: http://www.wir-haben-es-satt.de/start/home/

Hilf mit, damit wir viele werden!

Auch 2017 wollen wir wieder mit Zehntausenden in Berlin ein kraftvolles Zeichen für die Agrarwende setzen. Eine erfolgreiche Großdemonstration ist nur mit der Unterstützung von vielen Menschen möglich. Hilf uns, die Demonstration zu bewerben und unsere Anliegen bundesweit bekannt zu machen!


[05.04.2016 | Kein Kommentar]

Einladung:

Die Kuh auf der Wiese – nur noch auf der Milchpackung?

Informations-und Diskussionsveranstaltung
am Samstag, 16. April 2016, 11-13.00 Uhr
Hotel Landhaus Hohenwestedt, Hohenwestedt

Itzehoer Straße 39 (direkt am Bahnhof) ab 13.30 auf dem Betrieb der Familie Lutze, Hohenwestedt, Glüsing, Eichengrund (ca 1 km entfernt)

Begrüßung: Resy de Ruijsscher, Landsvorstand

Diskussion:

– Bernd Voß, MdL GRÜNE LT-Fraktion: Zukunft der Nutztierhaltung- alles ohne Alternative?
– Dr. Helge Neumann, DVL (Deutscher Verband für Landschaftspflege): Warum ist die Kuh auf der Weide gut für die Artenvielfalt?
– Michaela Dämmrich, Tierärztin (zukünftige Tierschutzbeauftragte Niedersachsen): Warum ist die Weide gut für Tierwohl und Tiergesundheit?
– Achim Bock, Molkereigenossenschaft Horst: Weidemilch als Programm – Die Vier-Jahreszeiten-Milch aus Horst
– Stefanie Pöpken, Provieh: Die Milch von „Null“ bis „Drei“ – Wie kann ein einfaches öffentliches Label für die Haltung der Milchkuh aussehen?

Ab 13.30: Warten auf den Weideaustrieb – Besuch auf dem Milchviehbetrieb der Familie Lutze, Hohenwestedt, Glüsing, Eichengrund

Hintergrund: Im Rahmen der Zukunftswerkstatt haben die GRÜNEN S-H und Landtagsfraktion sich bereits in einer Veranstaltung mit dem Thema der Zukunft der Nutztierhaltung auseinander gesetzt. Jetzt soll anhand der Kuh auf der Weide und der Weidemilch konkret bearbeitet werden: Warum sind immer weniger Tiere auf den Wiesen im Land zu sehen? Und wie kann dem etwas entgegen gesetzt werden?

Auch wenn derzeit die Betriebe von einer tiefgreifenden Krise betroffen sind und offen ist, wohin sie viele Betriebe führen kann, die Diskussion um die Zukunft der Tierhaltung muss gerade auch darum weitergehen. Die Zukunft kann nicht in einer immer stärkeren Konzentration der Tierhaltung liegen.

Diese Fragen wollen wir auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Landtagsfraktion und des Landesverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rahmen der Zukunftswerkstatt diskutieren.


[17.02.2016 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 080.16 / 17.02.2016

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 14 und 28 – Landwirte in wirtschaftlich schwerer Zeit unterstützen

Dazu sagt der agrarpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Menge runter heißt das Zauberwort

Gut, dass wir über die Krise auf dem Milchmarkt und den anstehenden Strukturbruch hier debattieren.

Dadurch wird offensichtlich, wie völlig unterschiedlich wir jeweils die Lage bewerten und welche unterschiedlichen Herangehensweisen wir vertreten. Gespräche und Runde Tische sind immer gut und richtig. Die Landesregierung macht hier bereits viel im Land und im Bund im Rahmen der Agrarministerkonferenz und Bund-Länder Zusammenarbeit.

Immer wieder steht das Thema Milch im Focus.

Die CDU holt jetzt ein seit 50 Jahren im Land diskutiertes und auch in Teilen, wie bei dem „Gut von Holstein“, umgesetztes Instrument wieder aus der Kiste. Mir kommt es hier so vor, als will man Molkereikonzerne stärken und die Krise weg diskutieren, statt über wirksame Sofortmaßnahmen zu fordern.

Die Krise auf dem Milchmarkt ist nicht plötzlich und unerwartet über uns gekommen. Sie ist auch nicht die Folge eines kurzfristigen Wegbrechens irgendwelcher Märkte in Russland oder China. Sie ist vielmehr das Resultat einer vom Grundsatz her falschen weil auf stetiges Wachstum und Eroberung der Weltmärkte angelegten Agrarpolitik mit den logischen Folgen: Überschussproduktion, Preisverfall. Diese Politik ist nicht im Interesse der Milchbäuerinnen und Bauern. Sie dient einzig der verarbeitenden Industrie und den großen Lebensmittelketten, die möglichst billig Zugang zum Rohstoff Milch in Massen haben wollen.

Und damit drängen sie dann auf die globalisierten Märkte. Diese aggressive, mit Dumpingmethoden um Marktanteile kämpfende Exportstrategie schadet bei uns und weltweit. Daran sollten wir auch denken, wenn wir über Fluchtursachen weltweit diskutieren. Die Lage auf dem Milchmarkt ist für bäuerliche Erzeuger existenzbedrohend.
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[28.08.2012 | Kein Kommentar]

Zur aktuellen Diskussion um Agrotreibstoffe:

Die von der großen Koalition in Berlin 2006 eingeführte Beimischungsquote für Agrotreibstoffe war ein Fehler. Gut, dass der Bundesminister für Entwicklung dies erkannt hat. Schade nur, dass Minister Niebel die Zusammenhänge nicht klar benennt. Die Quote ist eingeführt worden, um die Automobilindustrie vor Verpflichtungen zum Bau Sprit sparender Fahrzeuge zu schützen.

Mit E 10 wird so getan, als wenn der Energieverbrauch im Kraftfahrzeugverkehr mit einem steigendem Biospritanteil weiter gehen kann wie bisher. Aber um das Beimischungsziel von zehn Prozent Biosprit zu erreichen, bräuchten wir 30 Mill. ha zusätzliche Ackerfläche in der EU. Das wäre das Doppelte der deutschen Ackerfläche.

Der Anbau von Agrotreibstoffen ist jedoch nicht der einzige Grund für die sich verschärfende internationale Problematik um Flächenkonkurrenz, Landgrabbing und Ernährungssituation. Einen wesentlichen Anteil haben der Fleischkonsum und die Art der Tierhaltung. Fast 80 Prozent der EU-weit in der Tierproduktion eingesetzten Eiweißpflanzen wird importiert. Dafür werden 20 Millionen ha außerhalb Europas in Anspruch genommen.

Verkehrs- und Agrarwende gehen anders.