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Artikel getagged mit: Kreis Dithmarschen

[21.06.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 177.17 / 21.06.2017

Historischer Meilenstein: Atomreaktor Brunsbüttel von Brennelementen geräumt

Zu der Räumung der Brennelemente aus dem Reaktorgebäude des Atomkraftwerks Brunsbüttel sagt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Die Räumung des Reaktors ein historischer Meilenstein auf dem langen Weg des Atomausstiegs. Nachdem vor 41 Jahren das erste Brennelement für den Leistungsbetrieb bestrahlt wurde, ist damit ein wichtiger Schritt für den Rückbau des AKW vollzogen. Alle Brennelemente sind in Castorbehältern überführt worden – bis auf wenige beschädigte, die noch in einem gesonderten Verfahren gesichert werden müssen.

Mit der Umlagerung und Bereitstellung in der Halle des Standortzwischenlagers wird der unter praktischen Gesichtspunkten sicherste Zustand an diesem Standort erreicht, auch wenn diese Halle in ihrer Funktion als Zwischenlager erfolgreich und zu Recht beklagt wurde. Deshalb brauchen wir an diesem Standort ein Zwischenlager, das den heutigen Anforderungen genügt.

Die Betreiber müssen unverzüglich die rechtlichen und faktischen Mängel beseitigen. Außerdem müssen sie eine Neugenehmigung nach Paragraph 6 Atomgesetz erwirken. Dazu gehört auch die technische Nachrüstung und bauliche Ertüchtigung zum Beispiel gegen Absturz von großen Flugzeugen oder terroristische Szenarien.


[24.04.2017 | Kein Kommentar]

Ihr Direktkandidat für die SH-Landtagswahl am 7. Mai 2017

Wahlkreis 19, Steinburg West: Bernd Voß

Bernd Voß: Direktkandidat für die SH-Landtagswahl am 7. Mai 2017, Wahlkreis 19, Steinburg West


[21.04.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 039.17 / 21.04.2017

Atomausstieg umsetzen – Energiewende durchsetzen

Zur Teilnahme an der Protest- und Kulturmeile am AKW Brokdorf am 23. April 2017 sagt die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Ruth Kastner:

„Der 31. Jahrestag der verheerenden Atomkatastrophe von Tschernobyl ist der Anlass der jährlichen Protest- und Kulturmeile am AKW Brokdorf. Erst ein weiterer Atomunfall 25 Jahre später am AKW Fukushima hat in Deutschland dazu geführt, einen Ausstiegsbeschluss doch noch zu fassen. Aber er ist noch lange nicht umgesetzt. Auch wenn die Atomaufsicht bei der Landesregierung wegen der oxidierten Brennstäbe das AKW derzeit konsequent still gelegt hat, wird vom Betreiber versucht werden, das AKW bis zum Jahre 2021 laufen zu lassen. Die letzten AKW sollen erst 2022 vom
Netz.

Jeder Tag des Betriebes ist einer zu viel. Bei einem schweren Unfall im AKW Brokdorf müssten ca. sechs Millionen Menschen zwischen Hannover, Emden, Flensburg und Schwerin evakuiert werden. Und das für eine überflüssige Stromerzeugung, die auch noch die Netze für die Erneuerbaren Energien aus unserem Land blockiert.

Jeder Tag des weiteren Betriebes erzeugt hochradioaktiven Atommüll. Für diese strahlende Last, die Millionen Jahre den kommenden Generationen aufgebürdet wird, gibt es kein Zwischenlager, geschweige denn sicheres Endlager. Die Bundesregierung und ihre Parteien im Bundestag haben den AKW BetreiberInnen die Milliarden der Brennelementesteuer und für 23 Milliarden die Ewigkeitskosten des Atommülls erlassen.

Eine Übertragung von sogenannte ‚Restlaufzeiten‘ auf andere AKWs darf es nicht geben. Aber statt Atomausstieg und Ausstieg aus der Kohle umzusetzen, wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien ausgebremst, wann und wo es nur geht.“

Der Landtagsabgeordnete von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß aus der Wilstermarsch, ergänzt:

„Wir haben die Atomkraftwerke nie gewollt, aber wir haben als AtomkraftgegnerInnen jetzt, wo das Ende der Atomenergienutzung in Deutschland greifbar nahe ist, die Verantwortung zu übernehmen, den Rückbau des AKW Brunsbüttel und aller folgenden stillgelegten Atomkraftwerke zeitnah umzusetzen. Dabei sind ein transparentes Verfahren und eine frühe Beteiligung von BürgerInnen und Kommunen unerlässlich.

Mit einem Endlager für hochradioaktive Stoffe ist vor 2050 in keinem Fall zu rechnen. Die unsicheren und zurzeit nicht mehr genehmigten Zwischenlager an den Atomkraftwerken dürfen nicht zu Endlagern werden.

Wir wollen, dass mit den Planungen und der Umsetzung einer zentralen Zwischenlagerung hochradioaktiv beladener Castoren zu beginnen, sodass diese spätestens nach Ablauf der Genehmigungen der jetzigen Standortzwischenlager (um 2045) für eine Einlagerung zur Verfügung stehen.

Auch nach dem Abschalten dürfen die Sicherheitsstandards der Überwachung von Atomkraftwerken nicht gesenkt werden. Der Kampf gegen die Nutzung der zivilen wie auch der militärischen Atomenergie ist noch lange nicht zu Ende.

Der Widerstand gegen Atomkraft wird jetzt gebraucht, um einen strahlenminimierten Rückbau der Atomanlagen durchzusetzen und die Energiewende ohne Atom und Kohle unumkehrbar zu machen.

Kommt am Sonntag, den 23. April 2017, um 12.00 Uhr zur Protest- und Kulturmeile nach Brokdorf!“


[03.04.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 149.17 / 03.04.2017

Zusätzliche Säule der Energiewende

Zu der Entscheidung des Konzerns Gasunie zur Errichtung eines LNG-Terminals in Brunsbüttel sagt der Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Wir begrüßen diese wichtige Entscheidung für den Standort Brunsbüttel. Auch für Schleswig-Holstein ist es ein wichtiges Signal.

Der Standort eignet sich hervorragend dafür, saubere Treibstoffe in der Schifffahrt voranzubringen. LNG kann sowohl stofflich wie auch energetisch genutzt werden, dies ist für den Industriestandort ein wichtiger Baustein der Zukunftssicherung. LNG ist darüber hinaus eine Grundlage für die Diversifizierung der Energieversorgung in Europa.

Für uns Grüne ist wichtig, dass Brunsbüttel ein Netz-Knotenpunkt der Erneuerbaren-Energien ist. Mit dieser Infrastruktur ist die langfristige Perspektive, aus Windenergie erneuerbaren LNG-Treibstoff zu erzeugen, gelegt.

Ein LNG-Terminal Brunsbüttel kann somit langfristig zu einer zusätzlichen Säule der Energiewende in Schleswig-Holstein werden.