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Artikel getagged mit: Massentierhaltung

[10.04.2017 | Kein Kommentar]

Einladung zur Veranstaltung

„Schleswig-Holsteins Felder im Ausverkauf?“

Dienstag, den 18. April 2017, um 19.30 Uhr

Wasbek bei Neumünster, Kühls Gasthof Hauptstraße 41

Mit:

Maria Heubuch, Mitglied des Europäischen Parlaments, Berichterstattern für Flächenkonzentration:
„Gibt es noch Land für Junge, Quereinsteiger und Bäuerinnen und Bauern?“

Bernhard Forstner, von Thünen Institut Braunschweig:
„Landwirtschaftliche Bodenmärkte: Welche Regulierung nutzt wem?“

Bernd Voß, Mitglied des Landtages Schleswig-Holstein, agrarpolitischer Sprecher:
„Wo stehen wir, wo wollen wir hin?“

Anschließend Diskussionsrunde mit den Referent*innen und:

Matthias von Mirbach, Kattendorfer Hof: „Solidarische Landwirtschaft, soziale Landwirtschaft – neue und alte Wege auf dem Land“

Christoph Lutze, Landesverband der Milchviehhalter: „Wer braucht das Land?“

Hinweis: Wasbek liegt direkt an der A7 Abfahrt Neumünster Mitte und ist mit Bus und Bahn gut erreichbar.

Felder Im Ausverkauf, 18. April 2017


[24.03.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 141.17 / 24.03.2017

Rede zu Protokoll gegeben.

TOP 69 – Bericht zur Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“

Dazu sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Das GAK-Gesetz hilft dem ländlichen Raum!

Ich danke der Landesregierung für den Bericht. Die Beteiligung des Bundes an den Kosten für den Küstenschutz und für Investitionen in ländliche Räume ist für unser Land von großer Bedeutung. Dies verdeutlicht auch ein anderer Bericht, der vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Ich spreche vom Klimareport des Deutschen Wetterdienstes und des LLUR.

Der Klimawandel ist längst Realität. Die Veränderungen, die bereits eingetreten und nachweisbar sind, lassen ahnen, was unserem Land bevorsteht, wenn die Ziele für den Klimaschutz nicht eingehalten werden.

Dabei können wir uns schon fast sicher sein, dass die Messlatte gerissen wird. Na wenn schon, sagen vielleicht einige. Mehr warme Sommertage beleben das Geschäft beim Tourismus. Skigebiete haben wir hier nicht, also warum sollen uns graue Haare wachsen, wenn die Winter milder werden.

Wir sind hier in den gemäßigten Breiten in der Tat global betrachtet nicht die Hauptbetroffenen, das ist wahr. Aber ebenso wahr ist auch, dass wir in Bezug auf Küstenschutz und Hochwassermanagement in den nächsten Jahrzehnten vor immensen Herausforderungen stehen werden.

Wir haben uns mit Strategien wie Wattenmeer 2100 strategisch früh und gut aufgestellt. In diesem Jahr werden wir rund 75 Millionen Euro für den Küstenschutz ausgeben. 44 Millionen kommen vom Bund, 8 Millionen von der EU und immerhin 23 Millionen investieren wir an eigenen Mitteln. Die Mittel der Gemeinschaftsaufgabe werden zu fast 60 Prozent für den Küstenschutz aufgebraucht. Da sind weitere Mittel für Maßnahmen noch nicht mit eingerechnet, die ebenfalls mit dem Klimawandel zusammenhängen: Die Wiederaufforstung nach Sturmschäden und wasserwirtschaftliche Maßnahmen zur Verminderung des Hochwasserrisikos.

Dabei sind die übrigen Maßnahmen wie Kofinanzierung der Ökolandbauförderung, der Investition in mehr Tierschutz, Gewässerschonende Gülleausbringung, Breitbandausbau, Bildungsinfrastruktur, Nahversorgung, höchst sinnvoll. Sie stärken die ländlichen Räume. Dieses Geld kommt bei den Menschen an und verbessert die Lebensqualität in den ländlichen Räumen. Davon könnten wir noch mehr gebrauchen.
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[07.02.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 040.17 / 07.02.2017

Wir setzen eine zukunftsorientierte Agrarpolitik längst um!!

Zur „Bauerngebote – Kampagne“ des Bundesumweltministeriums sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Mag sein, dass das Bundesumweltministerin Hendricks ihre Kampagne in Karnevalstimmung gebastelt hat – ergebnisorientiert ist es nicht. Es sind alles lange bekannte Defizite der Agrar-, Umwelt- und Tierschutzpolitik.
Eine konsequente Umsetzung der notwendigen Reformen ist seit Jahrzehnten überfällig. Sowohl die Bundesregierung, als auch die an ihr beteiligte SPD haben keinen klaren Kurs in der Agrarpolitik.

Ob es eine zukunftsfähige Düngeverordnung, die Novellierung des Baugesetzbuches der Privilegierung großer Stallanlagen und für eine flächengebundene Tierhaltung oder die Positionierung zur Agrogentechnik und gegen die Neuzulassung von Glyphosat ist – nichts geht voran.

Sowohl die SPD in der Bundesregierung, als auch die SPD-LandesministerInnen stehen im Bremserhäuschen, wenn es um die
gerechte und sozial verträgliche Verteilung der Mittel in der Agrarpolitik geht.

Die Gesellschaft mit solchen Bauerngebots-Kampagnen weiter zu spalten hilft niemandem. Wir Grüne sind schon längst weiter. Wir haben die Lösungen für eine zukunftsorientierte Agrarpolitik über viele Jahre erarbeitet und setzen sie auch um. So gewinnen wir nicht nur die VerbraucherInnen, sondern auch die BäuerInnen.


[20.01.2017 | Kein Kommentar]

Presseinformation Nr. 014.17 / 20.01.2017

Tierwohllabel: Sechseck aus Pappe allein reicht nicht

Zur Vorstellung des Tierwohllabels von Bundesminister Schmidt sagt der agrarpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:

Viele BäuerInnen warten seit langem auf verbindliche Kriterien für eine staatliche Herkunftskennzeichnung. Sie wollen die verschiedenen Anforderungen selbst prüfen, um sich darauf einstellen und eventuell auch investieren zu können.

VerbraucherInnen wollen, besonders bei Produkten tierischer Herkunft wissen, woher die Lebensmittel kommen und wie das Tier gehalten wurde. Verbindliche Kriterien, faire Preise und Verbraucherschutz gehören zu einem funktionierenden Markt dazu.

Minister Schmidt hat sich seiner Verantwortung für Marktgeschehen und Kennzeichnung von Tierhaltung bisher entzogen. Lange abgewehrt und angekündigt kommt jetzt die Vorstellung eines Sechsecks aus Pappe und eine erneute Ankündigung. So dokumentiert der Bundesminister erneut, dass er nichts ändern will.